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17.05.2018 | 05:00 Uhr

NOZ: NOZ: Bundesumweltministerin fordert europaweites Verbot von Mikroplastik

Osnabrück (ots) - Bundesumweltministerin fordert europaweites
Verbot von Mikroplastik

Svenja Schulze: In Shampoo, Rasierschaum oder Haarspray auf
Kunststoffteilchen verzichten

Osnabrück. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich
für ein europaweites Verbot von Mikroplastik ausgesprochen. "Wir
müssen diese Plastikflut in der Umwelt dringend eindämmen", sagte
Schulze im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Donnerstag). Forscher hatten zuletzt in der Arktis über 12 000
Mikroplastikteilchen pro Liter Meereis nachgewiesen. Die
Kosmetikindustrie müsse auch national zum Ausstieg aus der Nutzung
von Kunststoffteilchen als Schleifmitte bewegt werden, sagte Schulze.
Bei Peelings und anderen Kosmetika sei das schon geschafft. Die
Hersteller setzten jetzt Walnussmehl oder Mandelkleie statt
Mikroplastik ein. "Mein Ziel ist, dass die Industrie im nächsten
Schritt auch bei Shampoo, Rasierschaum oder Haarspray auf
Mikroplastik verzichtet", sagte Schulze. Die Bundesumweltministerin
bekräftigte ihre Absage an eine generelle Plastiksteuer, die
Kunststoffe grundsätzlich um ein paar Cent teurer macht. "Das würde
der Umwelt nichts bringen, weil es keine Lenkungswirkung entfaltet",
sagte sie. Beim Abbau von Müll in den Meeren liege der zentrale Hebel
in den Entwicklungs- und Schwellenländern. "Denen müssen wir helfen,
bessere Sammel- und Recyclingsysteme aufzubauen", sagte Schulze. Aber
auch Deutschland müsse besser werden. Es gehe darum, überflüssiges
Plastik zu vermeiden und das, was wir nicht vermeiden können, noch
effektiver zu recyceln. "Altes Plastik ist kein Müll, sondern ein
Rohstoff, den man recyceln und nutzen kann - das tut auch unsere
Wirtschaft bislang noch nicht genug", erklärte Schulze.

Bundesumweltministerin: Robbenjagd bleibt verboten

Schulze weist Forderung der Fischer zurück - Seehund-Bestand mit
38 000 Tieren auf Rekordniveau

Osnabrück. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor
einer internationalen Konferenz zum Schutz des Wattenmeers
Forderungen nach Wiederaufnahme der Robbenjagd zurückgewiesen.
"Robben und damit auch Seehunde sind streng geschützte Arten. Sie
gehören zum Ökosystem Wattenmeer, und wir sind froh, dass sich die
Bestände erholt haben", sagte Schulze im Interview mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). " Der entscheidende Faktor für den
schlechten Zustand vieler Fischbestände ist vor allem die Fischerei
selbst", meinte die Ministerin. Sie wies darauf hin, dass sich durch
den Schutz der Lebensräume in den Wattenmeer-Nationalparken der
Robbenbestand nach dem verheerenden Virenbefall in den 90er-Jahren
gut erholt habe. Etwa 38 000 Seehunde und 5500 Kegelrobben seien 2017
im gesamten Weltnaturerbe Wattenmeer gezählt worden. Das ist das
höchste Niveau seit Beginn der Zählungen im Jahr 1975. Die
SPD-Politikerin hat ferner bekräftigt, dass Windräder im Wattenmeer
weiterhin verboten seien. Aktuell gebe es in Nord- und Ostsee rund
1000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt umgerechnet
rund fünf Atomkraftwerken. "Das wollen wir bis 2025 fast verdoppeln,
um das Klima zu schützen. Aber dabei ist klar: Das Wattenmeer ist
tabu für Windräder - und das soll auch so bleiben", erklärte sie. Es
gebe genügend geeignete Flächen für Offshore-Windräder außerhalb der
Schutzgebiete in Nord- und Ostsee. Derzeit lägen die Anlagen im
Durchschnitt 70 Kilometer vom Festland entfernt. "Wir achten darauf,
dass Windparks möglichst an solchen Orten und in solchen Jahreszeiten
entstehen, wo sie Zugvögel oder Schweinswale möglichst wenig stören",
betonte Schulze. In Leeuwarden werden an diesem Donnerstag
Delegationen aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden zu einer
Konferenz zusammenkommen und im 40. Jahr der Trilateralen
Wattenmeer-Zusammenarbeit unter anderem über die Themen Meeresmüll
und Nitratbelastung beraten.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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